#276 Schwedische Kolonien
Shownotes
Schwedische Kolonien
Es ist ein eher unbekanntes Kapitel der schwedischen Geschichte - und auch ein wenig ruhmvolles. Denn wie so viele andere europäischen Mächte auch, glaubte man in Schweden im 17. Jahrhundert, dass es zum Status einer Großmacht gehöre, Kolonien zu besitzen und die dortigen Länder und Menschen auszubeuten. Da Schweden aber keine große Seefahrernation war und auch weil die schwedische Großmachtzeit recht zügig wieder vorbei war, kam es allerdings nur zur Gründung von drei kleinen Kolonien, von denen zwei nur von sehr kurzer Dauer waren. Aber auch schon die kurze Dauer reichte aus, um sich am Jahrhundertverbrechen des Sklavenhandels mitschuldig zu machen.
Die schwedische Kolonialgeschichte bietet einige Geschichten. Wusstest du beispielsweise, dass Rambo einen schwedischen Urahn hat? Oder dass ein Gouverneursmitarbeiter einfach eine Kolonie verkaufte und mit dem Geld über alle Berge verschwand?
Hör rein in diese Episode und reise mit nach Nya Sverige (heutiges Wilmington und Philadelphia in den USA), Cabo Corso (im heutigen Ghana) und Saint Barthélemy in der Karibik.
Orte, an denen man heute noch auf die schwedische Geschichte stoßen kann: In der Serie über die schwedische Geschichte will ich ja immer Orte vorstellen, an denen du heute noch auf Spurensuche gehen kannst. Das ist bei der kolonialen Vergangenheit gar nicht so einfach, denn meist sind es nur noch einzelne Ortsnamen, die auf die schwedische Präsenz verweisen, zum Beispiel der Hauptort auf Saint Barthélemy, der Gustavia heißt.
Das Cape Coast Castle in Ghana, von den Briten zum größten Sklavenhandelsort ausgebaut, kann heute besichtigt werden.
In Wilmington in den USA liegt (und manchmal segelt) die Replik der Kalmar Nyckel, jenes Schiff, das 1638 die ersten schwedischen Kolonisten nach Nordamerika brachten. Es liegt vertäut im Christina-River, der Flussname erinnert an die schwedische Königin Christina, die zur Zeit der Gründung der Kolonie auf dem Thron saß.
Elchkuss als App
Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, habe ich eine App entwickelt, die Podcast, Blog und eine Schwedenkarte mit Tipps und Sehenswürdigkeiten vereint. Ich freue mich riesig, wenn du die App installierst und so immer ein Stück Schweden ganz nah bei dir hast. Die App ist kostenlos; durch den Kauf der Pro-Version kannst du aber Elchkuss unterstützen.
Hier findest du die App beim Google Play Store. Und über diesen Link kannst du sie für dein Apple-Gerät herunterladen.
Elchkuss unterstützen?
Du möchtest Elchkuss unterstützen und somit Zugriff auf die werbefreien und erweiterten Folgen bekommen? Dann schau gerne bei Steady.de vorbei. Dort haben wir vier Unterstützerpakete geschnürt, aus denen du dir eines aussuchen kannst. So ermöglichst du uns, dass wir Podcast und Blog noch weiter ausbauen können. Tack så mycket!
Du kannst Elchkuss auch unterstützen, wenn du eines unserer elchigen Produkte kaufst. T-Shirts, Fußmatten, Tassen - stöbere gerne in unserem Shop bei Shirtee
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:17: In Decke Schweden zusammen mit Elchkos.
00:00:38: Peter Gunnar schon Rambo steht an Deck des Dreimasters, die schwedische Flagge flattert am Heck im Wind – er hat es geschafft!
00:00:47: Vor ihm breitet sich das zweite, ihm noch unbekannte Land aus.
00:00:51: was ihn dort wohl erwarten würde?
00:00:54: Vor mehreren Monaten war er in seiner westschwedischen Heimat aufgebrochen.
00:00:58: Er war nicht sicher ob er diese Reise überhaupt überleben.
00:01:02: Mehrere Wochen auf diesem gar nicht so großen Schiff auf dem Meer unterwegs, nicht einmal dreißig Meter ist es lang.
00:01:08: Sieben ein halb Meter breit.
00:01:10: Der Skorbut hatte ihn verschont auch andere Krankheiten.
00:01:14: Andere hatten weniger Glück.
00:01:17: Manche starben auf der Überfahrt und wurden ins Meer geworfen.
00:01:21: aber besser diese gefahrlose Reise antreten als im Krieg irgendwo in den deutschen Landen totgeschossen zu werden.
00:01:29: Jetzt steht Peter an der Erreeling und blickt hinüber zum Land.
00:01:33: Neben ihm stehen andere, die mit ihm die Reise angetreten haben – die meisten sind Schweden wie er.
00:01:38: viele stammen aus Finnland.
00:01:40: Er ist einer der wenigen aus Hiesingen in der Nähe der vor wenigen Jahren gegründeten Stadt Göteborg.
00:01:47: Wenn er den Geschichten der anderen glauben mag dann befindet er sich in nicht allzu guter Gesellschaft.
00:01:53: Viele haben ordentlich was auf dem Kerbholz also will das ich lieber nicht mit ihnen anlegen!
00:01:59: Ja, da ist er also.
00:02:01: Der neue Kontinent der vor hundertfünfzig Jahren von Kolumbus entdeckt worden ist.
00:02:06: nur wenige Schweden sind bisher hierhergesiegelt.
00:02:08: eher Peter Gunnar schon Rambo aus Hiesingen ist einer der ersten.
00:02:13: bald wird er Nyja Sverje das Neue Schweden betreten.
00:02:18: ein großer Moment.
00:02:19: wir schreiben das Jahr sixteenhundertvierzig.
00:02:23: Das Segelschiff nähert sich der Delaware Bucht und wird so gleich noch ein wenig den Delaware Fluss hinauf segeln je sie anlanden und dann zu Fuß oder mit kleinen Ruderboten weiterziehen, bis sie nach Kristina kommen.
00:02:35: Der Hauptstadt der neu gegründeten schwedischen Kolonie in den heutigen USA.
00:02:42: So?
00:02:43: Oder so ähnlich könnte die Ankunft von Peter Gunnar Schon-Rambo und anderer Schweden im Jahr sixteenundvierzig ausgesehen haben.
00:02:50: Genau wissen wir es nicht denn die Quellenlage ist extrem dürftig!
00:02:54: Der Name Peter Gunna Schon Rambo ist aber belegt.
00:02:59: Das Rambu-Geschlecht gibt es noch heute in den USA.
00:03:02: Dazu aber später noch mehr.
00:03:05: Im Jahr sixunddreißig, also zwei Jahre vor Peters Ankunft gründete Schweden seine erste Kolonie Nyja Sverje am Delawarefluss ungefähr dort wo sie heute Philadelphia befindet und etwas südlich davon in dieser Region.
00:03:19: Ja hier im siebzehnjahrhundert.
00:03:20: da war es groß in Mode Kolonien zu gründen und zu besitzen wenn man etwas auf sich hielt Und Schweden hatte sich gerade zur europäischen Großmacht aufgeschwungen, da wollte man natürlich auch Kolonien haben.
00:03:33: Allzu lang Bestand hatten sie zwar nicht dennoch soll es in dieser Episode ums Igen bei diesem Teil der schwedischen Geschichte ist, der aber eher unbekannt ist.
00:03:43: Drei Kolonin besaß Schweden-New Year Sphärie in Nordamerika, Cabo Corso im heutigen Ghana und Saar Bartolimi in der Karibik.
00:03:54: Ja, damit begrüße ich dich zu dieser heutigen Folge.
00:03:56: Mein Name ist Jo von Elchkos dem Podcast für Schweden und wir haben eine schon längere Serie hier über die schwedische Geschichte dieses der fünfundzwanzigste Teil in dieser schwedischen Geschichte.
00:04:08: Wir haben ganz in den ja in den Uhrzeiten angefangen wie sie überhaupt das Land gebildet hat haben es dann langsam nach vorne gearbeitet über Vorzeit über die Wikinger Zeit, das Mittelalter sind irgendwann mal bei Gustav Vasa gelandet.
00:04:21: Dann im dreißigjährigen Krieg und jetzt auch diese Phase wo die ersten Kolonien, die ersten schwedischen Kolonie gegründet werden da sind wir noch im Dreißigjährigen Kriegt.
00:04:32: Das heißt es genau diese Phase Wo Schweden immer mächtiger wird, wo Schweden wirklich als europäische Großmacht fungiert.
00:04:39: Und da passt es eben dann auch so in In den Habitus in die Vorstellung von einer Großmacht, dass man sich Kolonien zulegt.
00:04:50: Die großen Kolonialmächte im seventehundert das waren Spanien Portugal Holland zunehmend auch Frankreich und England.
00:04:57: Schweden spielte in dieser Riege der Großen Seefahrer-Nation eigentlich keine wirkliche Rolle, denn auch wenn Schweden viele Kilometer Küste hat war das Land im Norden lange Zeit überhaupt gar kein Seefahrernland.
00:05:09: also natürlich hat bei einer Küste so kleine mit zu kleineren Schiffen hat man schon operiert, das ist ganz klar.
00:05:14: Aber es war eben keine große Seefahrer-Nation anders als z.B.
00:05:18: Norwegen wo die Vickinger dann auf die Ferreröre Inseln nach Island, Grönland bis nach Nordamerika gesiegelt sind und auch Dänemark.
00:05:25: Dänemark war lange Zeit die führende Macht auf der Ostsee, die führene Seemacht auf der Ostsee.
00:05:31: Und Schweden hatte da lange Zeit eigentlich nicht so richtig was entgegenzusetzen.
00:05:36: erst In der Zeit von Gustav Vasa wurde eine eigene Flotte aufgebaut.
00:05:42: Aber diese, die operierte eben nur in der Ostsee oder fast nur in den Ostsee.
00:05:46: Erfahrungen mit den großen Weltmeeren Eine Überquerung des Atlantiks beispielsweise hatte man überhaupt nicht.
00:05:54: Und zugleich war man lange durch die Kriege gegen Polen und dann auch den dreißigjährigen Krieg gebunden.
00:05:59: Das heißt da waren alle finanziellen Mittel aber auch Soldaten was man ja auch für eine Kolonie braucht das war alles gebunden.
00:06:06: Und erst zu Ende der sechzehnhundertdreißiger Jahre, da war man zwar immer noch im dreißigjährigen Krieg involviert.
00:06:12: Aber der Krieg forderte nicht mehr alle Ressourcen!
00:06:16: Das wurde für die schwedische Seite so ein bisschen... Man konnte es um bisschen ressourcenfrei machen.
00:06:21: und diese Chance, die ergriffen wir.
00:06:24: Auf eine Initiative von holländischen Expediteuren nahm man also das Projekt Kolonie an.
00:06:32: Es wurde eine Kompanie, eine Handelskompanie gegründet die schwedisch-holländische Söder kompaniert.
00:06:39: Diese hatte nur einen Zweck eine Kondonie zu gründen und sobald sie das erfolgreich geschafft haben würde bekäme sie das Handelsmonopol für Tabak.
00:06:48: und Heute.
00:06:49: Und da haben wir dann auch schon einen wesentlichen Grund für die Errichtung von Kondonien.
00:06:54: Warum machte man das überhaupt?
00:06:56: Das entscheidende war oder einer der entscheidenden Gründe war der Handel und die Aussicht auf große Gewinne, dass man da eben neue Rohstoffe, neue Produkte ausbeuten können.
00:07:07: Das muss man so ganz klar sagen.
00:07:08: es ging hier nicht um einen fairen Abbau von Produkten sondern es ging um die Ausbeutung dieser neuen Länder, dieser Kolonien und das man dann diese Produkte nach Europa verschiffen konnte und dort große Gewinner machen könnte.
00:07:21: Manche Kolonienen hatten auch eine militärischen oder auch ein politischen Mehrwert.
00:07:25: und ein besonders wichtiger Grund warum man sich kolonien zulegt war Der war eher schwer greifbar, da ging es um Status und Prestige.
00:07:35: Es gehörte eben dazu zum guten Ton einer Großmacht Koronien zu haben.
00:07:40: Fragwürdig?
00:07:41: Gar keine Frage!
00:07:42: Aber wir sind hier im siebzehn Jahrhundert.
00:07:46: Da dachte man so vor allen Dingen in den Herrscher-Häusern Und aus heutiger Sicht können wir das verurteilen.
00:07:52: aber damals war es eben so.
00:08:00: ihr geringen Geldbeitrag von der lokal ansässigen Bevölkerung, also den Native Americans die hier siedelten im Auftrag der Söderkompanie Land am Unterlauf des Delaware Flusses.
00:08:12: Dieser Peter Minuit ist in der Geschichte relativ bekannt weil er war auch derjenige deren noch kurz vor für die niederländische westindische Handelskompanie Die Insel Manhattan erwahrt wo die Hollander dann Neu Amsterdam gründeten was heute New York ist Das heißt dieser Peter Minuit, das ist eine sehr schiddende Figur und der verschafft eben auch Schweden.
00:08:34: oder dieser Söder kompaniert.
00:08:37: Das Land am Delaware-Fluss.
00:08:39: Hier bei dem Unterlauf des Delawareflusses gab es nichts außer einen großen Fluss zu einem vielen kleinen Zuflüssen Wald, Sümpfen und vielen, vielen Mücken.
00:08:52: hier sollte also die erste schwedische Kolonie Nyja Sverje entstehen.
00:08:57: Zwei Schiffe wurden ausgerüstet, das eine trug den Namen Kalmar-Nübke und das andere war Vogelkreep.
00:09:03: Es waren drei Master weniger als dreißig Meter lang also keine großen Schiffe.
00:09:08: Die Besatzung bestand hauptsächlich nicht nur aber hauptzlich aus Hollandern weil die Holländer einfach viel mehr Erfahrung hatten in der Überquerung des Atlantiks.
00:09:16: Die Passagiere hingegen die waren Schweden.
00:09:19: Schweden die die neue Kolonie zum Leben erwecken sollten.
00:09:23: Die meisten von ihnen stammten aus dem finnischen Teil Schwedens, waren Kriminelle oder irgendwelche anderen Herumtreiber, Halunken.
00:09:29: Also wenn man hochtrabende Pläne mit der Kolonie hatte dass sie sich hier entwickeln soll das sie prosperieren soll dann sah man das an der Auswahl der ersten Bewohner jedenfalls nicht die ersten Siedler die sechzehn- achten dreißig an kamen die legten kleinere Fonds entlang des Delawareflusses an ganz im Süden das vor Elves Boy weite im Norden am Westufer.
00:09:51: Das ist das heutige Wilmington, eine kleinere Stadt oder mittelgroße Stadt.
00:09:56: Da sollte auch der Hauptort werden dieses Kristina und noch weiter flussaufwärts Nyja Göteborg und Nyja Kusholm.
00:10:05: Auf dem Gelände des heutigen Federdelfia.
00:10:08: Von Elvesbäu im Süden bis nach Nyja-Kusholmen sind es ungefähr so achtzig Flusskilometer also durchaus schon ne lange Strecke.
00:10:17: die Kolonie war Nicht unbedingt klein, aber es lebt nicht mehr als vierhundert Menschen hier.
00:10:23: Also sehr, sehr dünn besiedelt.
00:10:26: Sehr wenige Menschen sind wirklich eine ganz kleine Kolonie und wie trich war es gefährlich.
00:10:32: Abenteuerlich muss das gewesen sein, hier im mitten des unbekannten Landes zu leben und irgendwie ne neue Existenz aufzubauen.
00:10:39: Konflikte mit den Native Americans sind allerdings keine überliefert.
00:10:42: Das muss ziemlich friedlich und gut funktioniert haben.
00:10:46: Anfangs war es daher friedlich.
00:10:49: Die Kolonisten schickten Tabak und Pelz in die Heimat, richtig erfolgreich war das nie!
00:10:54: Die Kolonie verzeichnete nie Gewinne aber dennoch entwickelte sich so allmählich etwas.
00:11:00: Man hatte aber mit Krankheiten zu kämpfen.
00:11:03: Die medizinische Versorgung war schlecht.
00:11:06: man hatte mit den Mücken zu kämpfen mit Mückenschwärmen die hier am Fluss ein Paradies hatten Und die hier schlimmer waren als in der schwedischen Heimat.
00:11:14: Aber das war alles natürlich irgendwie, damit konnte man umgehen.
00:11:17: Richtig große Probleme hatte man hingegen mit den Holländern die in den umliegenden Gegenden Kolonien hatten vor allem eben so im Nordosten also wo das heutige New York liegt und sie hätten da gerne noch mehr!
00:11:31: Sie wurden immer aggressiver bis im August sixteenhundert fünfundfünfzig holländische Truppen Nuja Sverje angriffen Einen vor, nach dem anderen wurde erobert.
00:11:41: Am fünfundzwanzigsten September sechzehnhundert fünfundfünfzig kapitulierte auch Kristina.
00:11:48: Zebzehn Jahre nach der Gründung war die schwedische Kolonie Nyja Sverje also schon wieder Geschichte.
00:11:55: Keine lange Dauer und noch große Spuren haben die Kolonisten nicht hinterlassen.
00:11:59: Die Großstadt Philadelphia hat sich hier ausgebreitet Dort, wo früher mehrere solche Forst waren.
00:12:06: Das sind heute riesige Industriegebiete da steht nichts mehr.
00:12:10: an zwei Orten kann man sich aber noch auf die Spuren der schwedischen Vergangenheit in Nordamerika machen.
00:12:15: Ich mache das immer so dass ich sage ich erzähle nicht nur von der schwädischen Geschichte sondern ich stelle auch immer Orte vor an dem man sie noch auf Spurensuche machen kann.
00:12:23: Das ist hier sehr schwierig Aber es gibt sie.
00:12:26: zum Beispiel gibt es ein kleines Dorf am Delaware Fluss das trägt den Namen Elsinborough.
00:12:33: Dieser Name Elsinboro, der leitet sich von Elfsboy ab.
00:12:39: Hier war also das Vor-Elfsboy, das Südliste und das stand hier vor knapp vierhundert Jahren.
00:12:44: heute heißt dieser sehr kleine Ort am Ufer des Delawareflusses Elsinborow Und die Fort Elfsborg Road führt zum Dorf hin.
00:12:56: Das heißt hier hat man noch im Ortsnamen und in diesem Straßennamen da hat man Zäugnis von der schwedischen Vergangenheit.
00:13:03: und etwas weiter im Norden befindet sich dort, wo das vor Kristina stand die Stadt Wilmington.
00:13:09: Hier mündelt der Christina River in den Delaware Fluss.
00:13:13: Das heißt dieser Fluss hat seinen Namen von Cristina Die damals die Königin von Schweden war.
00:13:20: über sie habe ich auch eine Folge gemacht Und sie ist Namensgeberin des Fonds und Der fluss wurde dann nach dem for benannt und er heißt bis heute noch Christina River.
00:13:33: Und hier am Christina River liegt an einem langen Holzsteg ein prächtiger Dreimaster verteut, der schwedisch- und US-amerikanisch beflagt ist – das ist die Kalmar Nückel!
00:13:45: Das Schiff, das sechzehnhundertunddreißig und dann auch noch weitere Male von Schweden, von Yteboy aus in die neue Kolonie nach Nya Sverje segelte und hier neue Siedlerprachte, Versorgung prachte.
00:13:57: Und dann natürlich eben auch Tabak- und Heute-und andere Produkte aus der Kolonie zurück nach Schweden.
00:14:02: prachte ist aber nicht das Original des hier liegt.
00:14:05: Das Original sank sechzehnhundertzweiundfünfzig vor der schottischen Küste, nachdem es insgesamt viermal den Atlantik überquert hatte.
00:14:12: Aber es liegt hier ein originalgetreuer Nachbau, den die Kalmar-Nückel Foundation nineteenhundertseinundneunzig vorangetrieben hat oder gebaut hat.
00:14:20: Ist also eine Replik, aber eine Original-Replik natürlich mit modernem Motor und modernen Sicherheitsvorkehrungen ist klar.
00:14:28: Aber von den Bauplänen usw.
00:14:30: ist es eben wie im Original.
00:14:33: Und hier diese Replik die Kalmar Nückel fährt hin und wieder so kleinere Touren liegt ansonsten verteut in Wilmington und kann besichtigt werden.
00:14:43: Für Schulklassen beispielsweise kann man da hingehen.
00:14:46: Man kann auch als Warrantier dort arbeiten, dann kann man auch ab und zu mal damit segeln und eben das Schiff in Stand halten.
00:14:52: Eine gute Freundin von mir hat es einmal gemacht.
00:14:54: die war hier einige Wochen und hat sich um dieses Schiff gekümmert.
00:14:58: War ganz spannend also sie konnte auch damit segelten.
00:15:02: Ja da sind die zwei Orte in Nordamerika wo man sich auf diese frühen Spuren der schwedischen Immigranten machen kann.
00:15:11: Es kommt natürlich später.
00:15:12: dann im neunzehnten, im frühen zwanzigsten Jahrhundert noch mal eine ganz große schwedische Auswanderungswelle.
00:15:18: von dieser zweiten viel größeren Auswanderungswelle da gibt es heute massenhaft Spuren vor allen Dingen den Nachnamen Anderson beispielsweise.
00:15:26: das ist eben so ein schwedischer Nachname.
00:15:28: Da gibt es viele Spuren aber von diesen Frünen von der ersten Kolonie von diesen frühe Siedlern.
00:15:33: da gibt wirklich nur wenige Spuren außer eben Kalmanücke und dieser Nachbau Er ist im Boro, dieses kleine Dorf.
00:15:41: Und dann gibt es aber noch eine weitere Spur die zurück in diese koloniale schwedische Vergangenheit zeigt.
00:15:46: Es ist jener Peter Gunnachorn Rambu aus Hiesingen der eben sechzehnundvierzig in Nyersverje landete.
00:15:54: Sein Nachname Rambuu verweist auf den Ramberjet auf Hiesinghen.
00:15:59: Das heißt er hat gewohnt.
00:16:01: also Rambubu ist ja das Wohnen das heißt derjenige der hier vielleicht beim Ramberjett gewohnten.
00:16:09: Und dieser Rambo, dieser Peter Gunnar schon Rambo der verließ auch diese Gegend nicht.
00:16:15: Auch nachdem er die Kolonie an Holland fiel.
00:16:17: Der lebt hier weiter und er ist der Uran einer mittlerweile großen weit verzweigten Familie des Rambo Clans.
00:16:28: Gibt es in den USA mittlerweile sehr viele aber sie führen alle zurück auf eben diesen Peter Gunner.
00:16:34: schon das ist eben der ur.
00:16:35: anes gibt nur diesen einen Clan.
00:16:38: Deswegen weiß man auch, dass eine sehr bekannte Figur aus diesem Clan stammt.
00:16:44: Das ist natürlich eine fiktive Figur aber sie kann hier irgendwie verortet werden Denn der Name Rambo wurde im Laufe der Zeit amerikanisiert und so wurde eben aus Rambo Rambo Und der fiktife John Rambo verkörpert von Sylvester Stallone in den Rambo Filmen.
00:17:01: Der hat damit einen schwedischen Einwanderer als Vorfahr kleiner Funfekt nebenbei.
00:17:31: Ja, damit verlassen wir mal Nordamerika und wir gehen nach Afrika.
00:17:37: Cabo Corso!
00:17:38: Noch kürzer als die Präsenz in den heutigen USA war die schwedische Präsens in Afrika Denn auch hier hatte Schweden für wenige Jahre zumindest eine kleine Kolonie.
00:17:49: Die westafrikanische Küste versprach wirklich reiche Gewinne mit dem Handel von Gold, Sklaven, Elfenbeinen und anderen Dingen.
00:17:56: Portugal war hier so die führende Macht, hatte bereits mehrere Handelsposten entlang der Küstefall in dieser heutige Elfenbeinküste Ghana in dieser Region und machte hier wirklich richtig viel Gewinne.
00:18:10: Andere europäische Mächte versuchten ebenso einen Fuß in die Tür zu kriegen, ebenso eben auch Schweden.
00:18:16: In sixteenhundert neunundvierzig also ein bisschen nach der Gründung von New Year Sverige gründete Louis de Gea, die Svenska Afrikaanska kompaniert.
00:18:27: völlig schildernde Figur in Schweden.
00:18:29: Das ist ein holländisch-schwedischer Kaufmann, früh industrieller, manche sagen auch eher habe eigentlich die Industrialisierung nach Schweden gebracht.
00:18:37: Er ist besonders in Nochköpinge bekannt.
00:18:39: da hat er seinen Abdruck hinterlassen, hat Nochöping jetzt endlich zur Industriestadt gemacht.
00:18:44: und dieser Mann der hat eben auch die, also man sieht es völlig umtriebig, der hat ihm auch die Svenska Afrikaanska kompaniert gegründet.
00:18:52: Und in einem Privilegienbrief erteilte Königin Cristina, der Kompanie das alleinige Handelsrecht für alle Gebiete südlich der Kanaren.
00:19:22: Meere Vors, aber es war einzentrales vor dem sie den Namen Carolus Boy gaben.
00:19:28: Also nach Karl benannt.
00:19:31: Dieses Vorensprach deutlich anderen Standards als diejenigen im sehr entlegenen New Year Sverige in Nordamerika.
00:19:38: Dieses hier war viel größer und stärker mit deutlich mehr Mann besetzt weil hier die Region in Westafrika Die war deutlich umkämpfter als damals in Nordamerika.
00:19:46: In Nordamerik, da wusste man nicht so richtig was man eigentlich holen konnte.
00:19:50: Es war sehr wild und hier in Afrika gab es eben Elfenbein, Gold, Pfeffer solche Dinge und natürlich vor allen Dingen auch Sklaven.
00:19:59: Und doch die schwedischen Schiffe beteiligten sich an diesem Handel.
00:20:03: sie brachten Holz und Waffen aus dem Norden also aus Schweden.
00:20:06: Die wurden hier verkauft und in Afrikas wurden gold mahogoni elfenbeinsucker Verladen.
00:20:15: Als auch Schweden machte sich damit mitschuldig an diesem Jahrhundert verbrechen des Sklavenhandels, da ist auch Schwed nicht außen vor.
00:20:23: Der erste Gouverneur der Kolonie war Hendrik Karloff.
00:20:27: Er wird schafftert aber offensichtlich nicht so richtig gut und immer mal wieder in die eigene Tasche weshalb der schwedische König ihn dann irgendwannmal entließ.
00:20:35: Karlof aber wollte das nicht einfach auf sie sitzen lassen und an der Spitze eines dänischen Heeres kehrte er zurück und eroberte quasi für den Dänen nun Carodus Boy.
00:20:44: Sechzehnundachtachtenfünfzig, also nach acht Jahren war das vor somit schon nicht mehr schwedisch.
00:20:51: Nun gab es einen Schwedisch-Dänischen Krieg und da gab's mehrere Gründe dafür.
00:20:55: ich habe über diesen Krieg auch gesprochen in der letzten Folge über die schwedische Geschichte.
00:20:59: Darauf ging es darum wie eigentlich Skone und Pläking und Halland
00:21:03: usw.,
00:21:03: wie die zu Schweden kamen.
00:21:05: Das hat hier damit zu tun.
00:21:06: Schweden führte dann wieder mal ein Krieg Dieser Moment, dass die Dänen einfach dieses Vor-Karotus-Boy im heutigen Ghana erobert haben.
00:21:18: Es gibt also Krieg zwischen Schweden und Dänemark – und in den letzten Jahren kam es zum Frieden von Koppenhagen und in diesem wurde Cabo Corso wieder Schweden zugesprochen.
00:21:30: Also auf dem Papier war damit das Vor-Carotus Boy wieder schwedisch.
00:21:35: aber es gab ein kleines Problem Denn in der Zwischenzeit hatte ein Mitarbeiter von Karl-Lof, also von diesem früheren Gouverneur, der hieß Schmidt.
00:21:45: Der hat ja einfach eigenhändig das vor an die Holländer verkauft und war mit dem Geld über alle Berge verschwunden.
00:21:52: Das heißt... Die Holländer sagten ja moment mal wir haben es doch gekauft!
00:21:55: Das gehört es uns.
00:21:57: Es brauchte wirklich viel an Verhandlungsgeschick damit Carodos Boy wieder schwiedisch wurde.
00:22:02: Das wurde dann auch aber nicht sehr lange denn sechzehnhundertsechzig griffen die Hollander an.
00:22:08: Sie wollten das vor, dass sie ganz kurz mal besessen hatten weil sie es eben von diesem Schmidt erworben hatten.
00:22:13: Das wollten sie eben wieder haben.
00:22:14: Sie griffen sechzehnhundertvierundsechzig an, eroberten das vor und das war's dann endgültig mit der schwedischen Kolonie in Afrika.
00:22:23: Carodisboil fiel übrigens wenige Jahre später an die Briten und wurde da auch weiter ausgebaut und die Ruine der Festung – die heute Cape Coast Castle heißt Die kann besichtig werden.
00:22:35: Es ist eine große Touristenattraktion eben in der Nähe von Accra, von der kanalischen Hauptstadt.
00:22:39: also auch hier kann man noch so ein bisschen auf die schwedische Vergangenheit treffen aber das vor war dann eben lange Zeit im britischen Besitz und deswegen schlüsst man hier vielmehr auf britische koloniale Vergangenheid als auf schwedisch kolonialer Vergangenkeit.
00:22:56: Achtzehn Jahre New York Sphere zusammengerechnet zwölf Jahre Cabo Corso diese beiden schwedischen Kolonien hatten wirklich nicht lange Bestand.
00:23:04: Anders sieht es mit der schwedischen Kolonie Saint-Barthélemie in der Karibik aus.
00:23:08: Diese Insel gehörte immerhin fast einhundert Jahre lang zu Schweden.
00:23:13: Saint-bathélemies ist eine kleine Insel, der Kleinen Antille.
00:23:18: Sie gehörten lange zu Frankreich das die Insel dann aber siebzehnhundert vierundachtzig an Schweden verkaufte.
00:23:23: im Gegenzug erhielt Frankreich, dass recht Handelinner Jete Boy zu betreiben.
00:23:28: Das heißt man sieht hier schon Der Handel in der Jötébois, der war für die Franzosen interessanter als diese Insel zu besitzen.
00:23:34: So richtig wertvoll war sie nicht!
00:23:37: Eben eine kleine Insel und wir befinden uns schon im Jahr siebzehnhundert achtzig also lange.
00:23:43: nachdem die anderen beiden Kolonien von denen ich schon gesprochen habe schon lange nicht mehr im Besitz von Schweden waren kam dieser Insel Saint-Berthalémie inner schwedischbesitz.
00:23:53: lukrativ war sie aber wirklich nicht.
00:23:55: Strategisch hatte sie eigentlich, also militärisch hatte es sie keine große Bedeutung.
00:23:58: Es gab kein Quellwasser auf der Insel.
00:24:00: Landwirtschaft ist nur sehr begrenzt möglich allerdings konnte sich für den Handel genutzt werden.
00:24:07: So gibt es hier einen ganz guten Naturhafen und an diesem Naturhaften in dieser natürlichen Bucht da entstand ein kleiner Hafen mit einer ebenso kleinen Ansiedlung die den Namen Gustavia erhielt so heißt sie bis heute mehr oder weniger die einzige schwedische Spur auf Sao Batalemí, also dieser Name Gustavia.
00:24:26: Und die wurde hier eben siebzehnhundert achtzig gegründet.
00:24:29: Gehandelt wurde hauptsächlich mit Sklaven, die eben aus Afrika gebracht wurden und die wurden dann hier auf umliegenden Inseln verkauft.
00:24:38: auch auf Saon Batalemi gab es Sklave.
00:24:42: Wenn Sie jetzt vielleicht ein wenig besser hatten als auf anderen Inselen der Karibik, dann liegt das nicht daran dass sie in Schwedischen Besitz waren die Schweden vielleicht weniger hart waren, sondern es lag einfach einzig daran dass es hier auf der Insel keine Plantagen gab wo man die Sklaven zu brutal harter Arbeit zwingen konnte.
00:24:58: Das gab es nicht.
00:24:59: das heißt die meisten hier waren eher Haus-Sklaven arbeiten in den Häusern mit und da war die Arbeit nicht ganz so hart und brutal.
00:25:08: Zauberatalemie war aber damit der einzige Ort im schwedischen Reich an dem es Sklave gab.
00:25:15: Eigentlich wollte man mit Sklaven nichts am Hut haben und mit Sklaven Haltern, aber auf dieser kleinen Insel da gab es eben Sklave.
00:25:20: Und als der Riksdorck, also das schwedische Parlament, in den Schwerden zu freien Männern und Frauen erklärte, dann war das ganz klar an Sabartalemie gerichtet, denn nur hier gab es Sklaben.
00:25:33: Das heißt, in die Achtzehnhundertsiebeln wurden alle zu Freien Menschen.
00:25:38: Ja, wo die Insel war... Dennoch nicht mehr lange im schwedischen Besitz.
00:25:41: In den letzten Jahren gab es eine Volksabstimmung, ob die Insel noch länger zu Schweden gehören wollte oder nicht und die Abstimmung fiel mit dreihundertundfünfzig zu eins sehr eindeutig aus und gegen Schweden.
00:25:55: Die Insel wurde an Frankreich zurückverkauft für einen recht geringen Betrag von dreihunderttausend Kronen.
00:26:01: Zunächst die Franzosen später dann auch die Briten, die prägten die Insell Auch wenn sie fast hundert Jahre lang schwedisch war, zeugt heute außerdem Ortsnamen Gustavia nichts mehr von dieser Vergangenheit.
00:26:14: Ja Schwedische Ambitionen auch im kolonialen Wettlauf mitzumischen die waren schon da.
00:26:19: besonders erfolgreich und nachhaltig waren Sie aber nicht.
00:26:24: Wahrscheinlich war das auch gut so Denn schon in der kurzen schwedischen Kolonialzeit beteiligt es sich Schweden am Sklavenhandel.
00:26:30: Das ist darüber hinaus zu keinen weiteren Kolonalen verbrechen von schwedischer Seite aus kam, so wie es eben ja in fast allen Kolonien früher oder später der Fall war.
00:26:38: In den deutschen Kolonienen, britischen, in den belgischen Kolonieren, wo es wirklich zu unfassbarer Brutalität zu Kriegsverbrechen und zu Genoziten kam.
00:26:47: Das war ihnen den schwedischen Kolонien nicht der Fall!
00:26:49: Und das liegt wohl nur an der kurzen Dauer der schwedische Präsenz.
00:26:53: Manchmal kann also auch scheitern ein Segen sein.
00:26:57: Ja viele Spuren wird man nicht mehr finden in diesen Koloninen – wie gesagt Kustavia auf So Batalimie, da ist der Name noch präsent.
00:27:06: Das Cape Coast Castle in Ghana.
00:27:09: Da kann man sich zumindest das vor... Man sieht auch nicht mehr das ursprüngliche vor, aber man sieht den Ort wo eben mal die Schweden waren und dann vielleicht noch die größten Spuren in Nordamerika in Philadelphia beziehungsweise ein bisschen südlich von Philadelphia in Wilmington.
00:27:25: Da können wir jetzt eben die Kalmar-Nickel dieses Schiff diesen Nachbau anschauen wenn man wollte in das kleine Dörfchen Elsinborough fahren.
00:27:36: Das war's dann aber auch mit den Spuren der schwedischen Kulonien in Nordamerika.
00:27:43: Ja, soviel zu diesem Kapitel der schwädischen Geschichte, dass oftmals gar nicht so beleuchtet ist und für viele auch Unbekanntes.
00:27:50: deswegen war es mir wichtig darüber mal zu sprechen!
00:27:54: Ich wünschte Ihnen nun eine wunderschöne Woche!
Neuer Kommentar