#282 Ende der schwedischen Großmachtzeit - der Große Nordische Krieg Teil 1 (aus dem Archiv)
Shownotes
Das Ende der schwedischen Großmachtzeit - der Große Nordische Krieg Teil 1
Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine veränderten sich Gewissheiten. Ein Angriffskrieg in Europa war – lange vollkommen undenkbar – Realität geworden. In Finnland und Schweden wurde plötzlich ein Beitritt zur NATO populär, obwohl beide Länder lange Zeit ganz bewusst militärisch neutral gewesen sind. Inzwischen sind sie feste Mitglieder im nordatlantischen Verteidigungsbündnis.
In Schweden gibt es etwas, das man "rysskräck" nennt - die Angst vor Russland. Diese Angst hat ihren Ursprung zwischen den Jahren 1700 und 1721: Der Große Nordische Krieg veränderte damals die Karte des Nordens grundlegend – mit weitreichenden Folgen für Schweden, Russland, Finnland und das Baltikum. Denn Schweden, das bisher europäische Großmacht war, verlor mit diesem Krieg diese Stellung.
Diese Folge ist bereits älter. Da sie aber perfekt in die Chronologie unserer Serie über die schwedische Geschichte passt und Elchkuss momentan in der Sommerpause ist, bin ich ins Archiv gestiegen und habe sie für dich wieder herausgeholt. Viel Freude mit diesem ersten Teil über den Großen Nordischen Krieg!
Elchkuss als App
Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, habe ich eine App entwickelt, die Podcast, Blog und eine Schwedenkarte mit Tipps und Sehenswürdigkeiten vereint. Ich freue mich riesig, wenn du die App installierst und so immer ein Stück Schweden ganz nah bei dir hast. Die App ist kostenlos; durch den Kauf der Pro-Version kannst du aber Elchkuss unterstützen.
Hier findest du die App beim Google Play Store. Und über diesen Link kannst du sie für dein Apple-Gerät herunterladen.
Elchkuss unterstützen?
Du möchtest Elchkuss unterstützen und somit Zugriff auf die Bonusfolgen bekommen? Dann schau gerne bei Steady.de vorbei. Dort haben wir vier Unterstützerpakete geschnürt, aus denen du dir eines aussuchen kannst. So ermöglichst du uns, dass wir Podcast und Blog noch weiter ausbauen können. Tack så mycket!
Du kannst Elchkuss auch unterstützen, wenn du eines unserer elchigen Produkte kaufst. T-Shirts, Fußmatten, Tassen - stöbere gerne in unserem Shop bei Shirtee
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:17: In Decke Schweden zusammen mit Elchkos.
00:00:42: Wir schreiben das Jahr drei.
00:00:45: Inmitten der schlammigen Landschaft, dort wo die Geneva in die Ostse mündet wird eine Stadt aus den Nichts erhoben.
00:00:54: Zahr Peter ist höchstpersönlich angereist.
00:00:58: Dieses Projekt liegt ihm ganz besonders am Herzen!
00:01:01: Er weit die Stadt dem heiligen Petrus.
00:01:04: Und das ist natürlich ganz praktisch, dass er den selben Namen trägt wie der Heilige Hüchstpersönlich und so Sankt Petersburg nicht nur an den Namensgeber als auch an den Heiligen Petruss sondern eigentlich viel stärker an den Gründer der Stadt Anne Peter den Groß erinnert.
00:01:22: Heute etwas mehr es.
00:01:23: dreihundert Jahre später ist Sankts Petersburg eine der größten Städte Europas einen Kulturzentrum Eine glanzvolle Metropole, wo vor allen Dingen eben Kunst, Kultur ganz groß geschrieben werden.
00:01:37: Die Errimitage im Zentrum und Saar Peter der Große hat dies eigentlich von Anfang an geplant dass diese Stadt ein kulturelles Zentrum werden soll.
00:01:47: Ein machtpolitisches Zentrum auch.
00:01:50: Da ist die Stadt hier.
00:01:52: aus dem Sumpf erhoben wird es davon aber noch überhaupt gar nichts zu spüren.
00:01:59: wirklich erbärmlichen Bedingungen müssen entlaufene Bauern, desertöre Sträflinge und auch schwedische Kriegsgefangene die Stadt bauen.
00:02:10: Die Fundamente der ersten Festung, die auf der Insel, wo heute noch immer die Festung und die Kirche Peter und Paul steht diese Festung müssen sie bauern Und man wird später sagen St.
00:02:22: Petersburg sei auf Knochen erbaut, denn es sterben unzählige Menschen!
00:02:27: Es wird auf Menschenleben überhaupt gar keine Rücksicht genommen nicht nur während der Arbeit die extrem hart ist sondern auch die grundsätzlichen Lebensbedingungen beim Bau von St.Petersburg sind brutal.
00:02:39: Die Menschen leben in Erdloch ähnlichen Gebäuden wo es immer wieder hinein regnet Wo es sehr schlammig ist.
00:02:47: Krankheiten machen natürlich die Runde Schlechte, wenige Ernährung.
00:02:52: All das und die harte Arbeit natürlich führt dazu dass wirklich unzählige Menschen dabei sterben.
00:02:59: Ja ob diese Stadt aber, drei gegründet überhaupt überleben wird oder diese Festung?
00:03:05: Das ist zu diesem Zeitpunkt aber noch völlig ungewiss.
00:03:09: Dennoch wenige Monate zuvor gehört die Region zwischen Ostsee also zwischen Neva Mündung und der Ladoga See Noch zu Schweden.
00:03:18: Und Schweden ist nicht gewillt, dieses Gebiet einfach so herzugeben.
00:03:24: Aber Peter der Große will dieses Gebieten Ingermannland unbedingt in seinem Besitz haben denn damit hat er Zugang zur Ostsee und er will Russland stärker an Europa ausrichten.
00:03:39: Er will eine europäische Macht werden und dazu braucht er eben den Zugang zu Ostsee und deswegen will er hier unbedingt dauerhaft diese Stadt anlegen.
00:03:52: Und damit sind wir mitten im großen nordischen Krieg, ein Krieg der sehr lange dauern wird – den Schweden als europäische Großmacht oder die dominierende Macht im Norden beginnt und in dessen Ende sie keine Großmachts mehr sein wird.
00:04:09: Für die schwedische Geschichte ist ja große nordische Kriege ein einschneidendes Ereignis.
00:04:14: Daher darf er in der Reihe zur schwedischen Geschichte natürlich nicht viel.
00:04:18: Aber er war schon einmal wichtig, kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine und den Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges.
00:04:26: Denn da verändert es sich in Schweden einiges beispielsweise die Haltung zu NATO.
00:04:31: Damals machte ich daher zwei Folgen zum großen nordischen Krieg weil hier in diesem Krieg Schweden und Russland sich im Krieg befanden und das Verhältnis von Schweden für lange, lange Zeit bis heute so ein bisschen das Mitbestimmte.
00:04:48: Deswegen bin ich heute ins Archiv gestiegen und habe sie wieder herausgeholt weil sie nun in die Chronologie unserer Reise durch die schwedische Geschichte passt.
00:04:57: Dass ihr schon etwas älter ist.
00:04:58: die Folge wirst du gleich zu Beginn hören.
00:05:00: es eigentlich die Folge sechzig was man ursprünglich denn.
00:05:03: da heißt es dass in Schweden über einen NATO-Beitritt nachgedacht wird.
00:05:08: Inzwischen ist Schweden längst Mitglied in der NATO.
00:05:11: Reisen wir also zurück ins Beginn der achtzehnte Jahrhundert.
00:05:15: Viel Freude!
00:05:39: Damit sind wir mitten im großen nordischen Krieg und um diesen Krieg soll es in der heutigen Folge gehen von Elchkus.
00:05:49: Schweden entdecken, mein Name ist Jo und ich freue mich dass du auch heute wieder dabei bist.
00:05:55: In der letzten Episode habe ich gesagt, dass es eigentlich eine Folge über die schwedische Schule geben soll und die ist auch nach wie vor geplant.
00:06:02: Die wird nur ein bisschen verschoben denn die Kriegsaereignisse in der Ukraine haben doch einiges durcheinander gewirbelt.
00:06:09: und gerade für den nordischen Staaten also vor allen Dingen auch für Finnland und für Schweden hat der Krieg durchaus große Bedeutung, ähnlich wie auch für die baltischen Staaten.
00:06:20: Die sich sehr um ihre eigene Sicherheit sorgen.
00:06:23: so ist auch stärker noch in Finnland aber auch in Schweden eine gewisse Unruhe ausgebrochen.
00:06:30: Das führt dazu dass sowohl Finnland als auch Schweden die beide keine NATO Mitgliedstaaten sind plötzlich ernsthaft über eine NATO-Mitgliedschaft nachdenken.
00:06:40: das wäre vor ein paar Monaten völlig undenkbar gewesen stand überhaupt nicht zur Debatte, man wollte militärisch neutral bleiben.
00:06:48: Jetzt zeigt sich in beiden Ländern eine Mehrheit für die NATO-Mitgliedschaft.
00:06:53: Russische Kampfjets sind im schwedischen Luftraum eingetrungen zwar nur kurz aber das war trotzdem eine ganz klare Verletzung des Luftraums und auch eine Mahnung oder vielleicht eine Drohung.
00:07:05: wenn ihr euch noch stärker den Westen anbindet, wenn ihr in die NATO eintrete dann werden wir euch irgendwie vielleicht auch militärisch bedrohen.
00:07:15: und plötzlich kommt da wieder eine Sorge auf.
00:07:19: Eine Sorge, die Niklas Iqdal ist Redakteur bei Dorgens Nyheter mit dem sogenannten Rüssskrecken beschreibt.
00:07:28: also er sagt es gäbe in Schweden so eine ja eine Angst vor Russland einen Russenschreck.
00:07:34: wörtlich übersetzt der sitze sehr tief.
00:07:38: das hat viel mit dem sowjetischen Winterkrieg gegen Finnland zu tun während des Zweiten Weltkrieges.
00:07:45: Das hat aber, wenn man noch weiter in der Geschichte zurückgeht auch mit den Kriegen in der napoleonischen Zeit zu tun als Schweden-Finnland abtreten musste.
00:07:57: und wenn wir noch weiter zurückgehen dann kommen wir zum großen nordischen Krieg.
00:08:02: und dieser große nordische Krieg der hat in Norden aber auch in Osteuropa einiges neu geordnet, Russland kam hier als neue große Macht auf die politische Landkarte Europas.
00:08:16: und gerade für Schweden hatte dieser Krieg massive Bedeutung aber auch für die baltischen Staaten.
00:08:22: Hier hat sich einiges neu geordnete mitfolgen bis in die heutige Zeit.
00:08:27: Und deswegen möchte ich heute in dieser Sendung, in diesem großen nordischen Krieg der von... ...hundert bis siebzehnhundert einundzwanzig dauerte.
00:08:36: Also auch für die damalige Zeit eine sehr, sehr lange Kriegsdauer.
00:08:41: und dieser Krieg, der verändert einiges!
00:08:46: Um den Krieg zu verstehen müssen wir aber erst mal so bisschen die politische Landkarte vor... ...sehnt uns anschauen im Norden Da haben wir zum einen mal Schweden.
00:08:56: Schweden ist spätestens seit dem Dreißigegen Krieg, der mit den westfälischen Frieden endete europäische Großmacht.
00:09:04: Finland gehört schon seit Langen zu Schweden.
00:09:07: auch Estland gehört schon längere Zeit zu schweden dazu.
00:09:11: und zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts kann sich Schweden noch karelien also im Osten von Finnland liefland das ist das heutige Lettland und eben Ingermannland, das Gebiet zwischen Ladogasi und Ostsee dort wo eben heute St.
00:09:28: Petersburg liegt.
00:09:30: auch diese Region kann sich Schweden einverleiben.
00:09:33: Gustav II Adolf der schwedische König während des Dreißigeigen Krieges greift dann ja auch im heiligen römischen Reich in den Krieg ein und kann während des Krieges nicht nur viele Schlachten gewinnen sondern eben auch einige Regionen vor allen Dingen Vorpommern, also Strahlsund, Rügen.
00:09:53: diese Regionen aber auch Wismar die Stadt und Bremen werden hinzugewinnen.
00:10:00: Das heißt das schwedische Reich ist wirklich zum damaligen Zeitpunkt ein sehr großes Reich im Ostseeraum die dominierende Macht.
00:10:10: Schweden, Finnland teile des Baltikums und eben auch Teile im heutigen Deutschland in dem damals heiligen römischen Reich.
00:10:20: Zugleich ist der Herzog von Holstein Gottorp, also im heutigen Schleswig-Holsteingelegen, der Schwager des schwedischen Königs und Eng mit Schweden verbunden.
00:10:31: Auch das ist noch für später sehr wichtig!
00:10:34: Das gesamte siebzehnte Jahrhundert ist eigentlich geprägt vom Kampf um die Vormachtstellung im Ostseeraum.
00:10:40: Und die zweite große Macht ist Dänemark.
00:10:43: Dänemark kontrolliert vor allen Dingen den Sund, also den Zugang von der Nordsee zur Ostsee und das ist immer ein ganz großer Streitpunkt.
00:10:53: Vor allen Dingen weil lange Zeit die heutigen schwedischen Landschaften Skone und Haarland zu Dänemark gehören.
00:11:01: in diesen Kriegen im siebzehn Jahrhundert kann Schweden-Dänemark diese Gebiete entreißen.
00:11:07: Schweden hat, sixteenhundertfünfundvierzig unter anderem Haarland erobern können von Dänemark und auch Gottland zurückerobern können.
00:11:15: Und von Norwegen Jämtland.
00:11:17: also da gab es noch einige Verschiebungen.
00:11:20: und dann gab es den ersten nordischen Krieg.
00:11:22: der endete sechzehnhundert achtundfünftig im Frieden von Roskilde und hier erhielt Schweden von Dänemark Skone und auch Bohuslén das zu... Norwegen gehörte, aber Norwegen in Personalunion mit Dänemark regiert wurde.
00:11:40: Also Dänemark-Norwegen war mehr oder weniger eine Einheit, aber musste im Laufe des siebzehn Jahrhunderts einige Gebiete wichtige Gebiete an Schweden abtreten.
00:11:51: Diese beiden Länder dänemark-Schweden die dualieren sich sehr stark während des sieben Jahrhunders und dann eben auch immer großen nordischen Krieg.
00:12:01: wir haben noch zwei weitere Wichtige Player in diesem Krieg, das eine ist Russland.
00:12:09: Russland unter Tsar Peter dem Großen will eben unbedingt an die Ostsee hat noch keinen Ostseezugang.
00:12:15: und dann haben wir noch Polen Litauen.
00:12:18: Das ist ein großes Reich Und das wird in dieser Zeit im Personalunion von Augustem Starken der eigentlich sächsischer Kurfürst ist regiert also Sachsen und Polen.
00:12:30: Littauen bildet ebenfalls eine Einheit ist aber keine starke Macht, sondern auch vor allen Dingen militärisch eher... ja eher ein bisschen schwächer.
00:12:40: Schweden eine riesiges Land, aber das steht alles auf relativ wackeligen Füßen denn die Einwohnerzahl in diesem riesigen Reich ist sehr gering.
00:12:51: man schätzt sie auf ungefähr vielleicht zwei Millionen Einwohner.
00:12:54: Das sind so grobe Schätzungen Man kann es nicht ganz klar sagen Aber grob zwei Millionen.
00:13:01: Dadurch können natürlich auch nur eine bestimmte Zahl an Soldaten rekrutiert werden, die dieses riesige Gebiet in irgendeiner Weise auch verteidigen wollen und das wird im Laufe der Zeit immer schwieriger.
00:13:13: Am Ende des siebzehnten Erhunderts da passiert dann einiges.
00:13:17: Zum einen bildet sich eine Dreieallianz zwischen einmal Sachsen-Politanen Russland und Dänemark Norwegen.
00:13:25: Diese drei Länder wollen die schwedische Vorherrschaft im Ostsee-Raum brechen.
00:13:30: Und deswegen verbinden sie sich.
00:13:32: In der Zeit von Karmakal XVI.
00:13:34: kamer Karl XII, der neue schwedischen König auf den Thron mit gerade einmal fünfzehn Jahren.
00:13:40: Das war für diese drei Allianz ein guter Zeitpunkt, denn Sie dachten, dieser ... sehr, sehr junge König.
00:13:48: Wenn Sie da mit drei großen reichen Schweden entgegentreten dann können sie Schweden auch an mehreren Fronten sehr schnell besiegen.
00:13:57: Treibende Kraft ist hier vor allen Dingen der dänische König zu Beginn und ja sagen wir es mal so, der dähnische Könige.
00:14:04: er verkalkuliert sich ein bisschen.
00:14:07: Im Jahr seventeenhundert beginnt der große nordische Krieg und zwar mit dem Einmarsch oder dem Überraschungsangriff von August dem Starken auf Riga.
00:14:18: Er zieht mit sächsischen Truppen gegen Riga am twölften Februar, und beginnt die Stadt zu belagern.
00:14:26: Am zwanzigsten März erhält Karl XII zudem die Nachricht dass Dänemark das Herzogthum Holstein Gotthorpe angreift.
00:14:36: Jetzt ist die Frage, warum greift er nicht direkt Schweden an?
00:14:39: Nun ganz einfach.
00:14:40: Ich habe vorhin schon gesagt, Holstein Gotthorb ist mit Schweden ganz eng verbunden und der dänische König fürchtet dass Holstein im Süden von Dänemark gelegen so ein Art Aufmarschgebiet für den schwedischen Truppen werden könnten.
00:14:55: Dass sie hier quasi ohne Probleme über die Ostsee segeln und dann quasi von Süden nach Dänemark einfallen können.
00:15:01: Deswegen sagt der Apple erst einmal Holstein Gotthorb besiegen, hier auch natürlich einige Besitzungen an Dänemark oder Ansicht zu reißen und er greift eben hier an.
00:15:14: Und von Anfang an haben wir nun das Problem – oder Karl
00:15:16: XII.,
00:15:17: der schwedische König, der ist gerade mal achtzehn Jahre alt geworden -, dass er an zwei Fronten nun zu kämpfen hat.
00:15:23: Er entscheidet sich aber entgegen seiner Ratgeber, dass er eigentlich die volle Truppenrichtung Holstein Gotthorb oder gegen Dänemark führt.
00:15:33: Riga wird belagert, aber der dottige Hauptmann schafft es eigentlich dass die Belagerung einigermaßen abgewährt werden kann oder das die sächsischen Truppen dort zumindest keine Fortschritte machen.
00:15:46: Ja am dreizehnten April siebzehnhundert verlässt Karl XII.
00:15:51: Stockholm um in den Krieg gegen Dänemark zu ziehen und er wird nie wieder zurückkehren.
00:15:58: Er wird ab jetzt seine gesamte Zeit im Krieg verbringen.
00:16:03: Unterstützt wird Karl XII von den Niederlanden und von England, die beide kein großes Interesse daran haben dass Dänemark irgendwie mächtiger wird oder die vorherrschende Macht im Ostseeraum wird.
00:16:15: aber er greift nicht Holstein an sondern also in Holstein.
00:16:19: dort steht das dänische Haupt her sondern er wendet sich direkt gegen Kopenhagen.
00:16:25: seine Truppen landen bei Humlebeck das ist etwas nördlich von Kopenhaagen gelegen eher wartet mit an Land, also der ist ja mitten im Kriegsgeschehen und Kampfgeschehn immer mitten dabei.
00:16:37: Und zieht sofort gegen Kopenhagen und Kopenhaagen das damit überhaupt gar nicht damit gerechnet hat dass die Schweden hier angreifen könnten befindet sich jetzt plötzlich in einer großen großen Notlage und der dänische König weit von der Hauptstadt entfernt muss einen Frieden schließen um eben einfach seine eigene Hauptstadt zu schützen.
00:16:56: Und so kommt es am achtzehnten August, zum Frieden von Dreventhal.
00:17:02: Der dänische König muss hier unterschreiben, dass er sich aus Holstein-Gotthorpe zurückzieht und das er aus dem Krieg ausscheidet.
00:17:10: Das heißt für Dänemark ist der Krieg schon nach wenigen Monaten ohne eigentlich, dass irgendwie großartig etwas passiert ist – schon wieder vorbei!
00:17:19: Karl XII.
00:17:21: Die Schweden können sich nun den Gebieten östlich der Ostsee zuwenden.
00:17:26: Die polnisch-sächsische Belagerung von Riga ist nach wie vor nicht erfolgreich.
00:17:31: Es sieht also sehr, sehr gut aus für die Schweden!
00:17:34: Da tritt jetzt aber der dritte im Bunde in den Krieg ein und zwar Peter I., Peter der Große.
00:17:42: Eigentlich hätte er schon früher eine Krieg eintreten sollen.
00:17:45: so war das eigentlich ausgemacht zwischen Dänemark dem sächsischen Kurfürsten Und eben sah Peter der große.
00:17:51: Aber Russland hatte noch gegen das Osmanische Reichkrieg geführt.
00:17:56: Peter wollte erst den Friedensschluss mit dem Osmanischen Reich abwarten, bevor er sich in einen neuen Krieg begibt.
00:18:02: Und diese Friedensverhandlungen haben sie eben hingezögert und deswegen konnte ihm Russland erst später eine Krieg eingreifen.
00:18:10: Das war vielleicht gerade zu Beginn für Karl
00:18:12: XII.,
00:18:13: für den schwedischen König ein Vorteil.
00:18:16: Peter der Große erklärt Schweden am neunzehnten Augusten Krieg.
00:18:22: das ist ein Tag nach dem Friedenschluß von Dreventhal, also einen Tag nachdem Dänemark aus dem Krieg ausgetreten ist.
00:18:31: Viele Kenner des Krieges sagen eigentlich wenn Tsar Peter der Große gewusst hätte dass Dänemark schon wieder aus dem krieg aus getreten ist wäre er wahrscheinlich gar nie eingetreten.
00:18:41: das ist natürlich konjunktiv das ist Spekulation.
00:18:44: es gibt mehrere solche Momente wo wir nur spekulieren können beim großen nordischen krieg Und die Nachrichten in der damaligen Zeit wurde natürlich noch nicht so schnell weiter verbreitet oder weiter getragen.
00:18:56: Das heißt, Peter dachte, Dänemark befände sich noch im Krieg aber dem war eben nicht mehr so.
00:19:04: Der Zah hat viele tausend Soldaten zusammengezogen Aber das sind oft gar nicht so wahnsinnig gut ausgebildete Soldaten zu Beginn des Krieges zumindest und mit diesem großen Heer dass noch unterstützt wird von einem Saproga-Kosacken her.
00:19:21: Die Saproger Kosacken, das ist ein Staat in der heutigen Ukraine und diese Kosacke die unterstützen anfangs die Russen mit ungefähr zehntausend Kosackeneitern.
00:19:35: Und dieses riesige Her zieht eben dann im Herbst seventeenhundert gegen Narva.
00:19:42: Das liegt im heutigen Estland und damals eben Schweden.
00:19:45: Es ist Herbst.
00:19:48: Auf der Ostsee ist es stürmisch, sehr, sehr stürmmisch.
00:19:52: Schwierig für die Schweden hier Truppen über die Ostsee hinüber zu bringen.
00:19:57: Karl XII wagt das aber trotzdem und er landet in Estland schickt die Flotte sofort wieder zurück um Nachschub zu holen.
00:20:05: Er verliert ein paar Boote und damit auch ein paar Soldaten, aber er schafft es trotzdem ein sehr großes Heer eben im oder während dieser Herbststürme über die Ostsee zu bringen.
00:20:17: Da sieht man schon, Karl XII ist ein König der wagt etwas auf jeden Fall.
00:20:24: Das kann man wirklich sagen.
00:20:25: Er ist sehr umstrittener König auch in der schwedischen Geschichtsschreibung aber man kann definitiv sagen er ist zumindest jemanden der sie etwas traut und etwas wagt.
00:20:34: Man kann auch sagen er sei ein Traufgänger.
00:20:37: also es ist nicht nur positiv denn manchmal übertreibt er es auch.
00:20:41: das werden wir im Lauf dieses großen nordischen Krieges noch sehr deutlich sehen.
00:20:47: Jedenfalls landet er in Estland, er erhält die Nachricht dass die sächsische Belagerung von Riga eben nicht erfolgreich war das die Sachsen schon ins Winterlager gegangen sind und dass er deswegen sich eben nicht Richtung Riga wenden muss sondern dass er die volle Konzentration Richtung Narva richten kann dort wo die Russen angegriffen haben im November es ist kalt es ist winterlich kalt zieht er von Reval, wo er eben angekommen ist nach Narva.
00:21:19: Er hat fast keinen Nachschub.
00:21:21: es kommt ein Schneesturm auf.
00:21:22: Es sind wirklich katastrophale Bedingungen eigentlich.
00:21:26: aber er treibt sein Heer durch diesen Wintersturm nach Narwa und er trifft dort auf eine Heer das zahlenmäßig deutlich überlegen ist.
00:21:36: Aber den Schweden gelingt einen fulminanter Sieg gegen die Russen.
00:21:42: Das russische Heer löst sich eigentlich komplett auf, die russischen Soldaten fliehen.
00:21:47: Die Schweden können aber den Fliehnen Russen nicht hinterher setzen und sozusagen das Heer endgültig besiegen weil sie selbst durch diesen winterlichen Sturm selber zu sehr geschwächt sind und dann lieber eben auch ins Winterlager gehen.
00:22:00: Ja man kann vermuten wenn hier Karl XII Peter dem Großen hinterhergesetzt wäre und dass russischer Heer komplett vernichtet hätte.
00:22:10: ja denn hätte Russland mit Sicherheit aus dem Krieg ausscheiden müssen und dann wäre der Krieg wahrscheinlich auch ganz anders ausgegangen.
00:22:17: Aber hier wieder, es ist der Konjunktiv Karl
00:22:20: XII.,
00:22:21: konnte den fliehenden Russen eben nicht hinterhersetzen.
00:22:24: Und so blieb Russland obwohl vernichtend geschlagen in dieser Schlacht bei Narva trotzdem im Krieg.
00:22:31: Ja aber jetzt haben wir eine Situation Der Krieg ist nicht mal ein Jahr alt und eigentlich dachten diese drei Staaten Dänemark-Norwegen Sachsen Poln-Littauen und Russland, dass sie diesen jungen schwedischen König ja in relativ kurzer Zeit überrumpeln können durch ein mehr Frontenkrieg.
00:22:50: Und Schweden so in die Knie zwingen können.
00:22:53: aber nach ungefähr einem Dreivierteljahr Kriegsverlauf steht der schwedische König als großer Sieger da.
00:23:00: er hat alle Angriffe abwehren können.
00:23:04: Also war ein klare Angriffs-Krieg von der Dreierallianz.
00:23:08: Schweden war am Anfang in der Verteidigung, konnte eben alles abwehren und ja, ab Siebhunderteins wendet sich das so ein bisschen.
00:23:16: hier befindet sich dann Schweden nicht mehr in der Verteidigung sondern geht in den Angriff über.
00:23:46: Karl XII entscheidet sich gegen den sächsischen Kurfürsten polnischen König gegen August den Staaten zu ziehen.
00:23:53: Das macht er auch, indem er quasi vom Baltikum einfach Richtung Süden also Richtung Litauen zieht was dann eben damals schon polnisches Staatsgebiet war.
00:24:04: Manche Historiker sagen das war der entscheidende Fehler, den Karl XII in diesem Krieg begangen hat.
00:24:11: Hätte er hier in dieser Zeit einfach das Baltikum befestigt hätte er vielleicht noch den Krieg gegen Russland weitergeführt oder hätte einfach sich auf Friedensverhandlungen eingelassen, wäre der Krieg wahrscheinlich relativ schnell vorbei gewesen und Schweden hätte alle Besitzungen im Baltikum behalten können.
00:24:30: Es wäre quasi nichts passiert.
00:24:32: aber konjunktiv Spekulation Fakt ist.
00:24:35: Karl XII zieht Richtung Süden von Estland, von Lettland oder von Liefland nach eben Polen Litauen.
00:24:44: er will August den starken besiegen.
00:24:47: man ist es so ein bisschen Eins, warum er das unbedingt wollte.
00:24:51: Manche sagen, er habe einen so persönlichen Kroll auf August den Starken gehabt weil August eigentlich protestant als sächsischer Kurfürst, protestant wie auch der schwedische König, der aber zum Katholizismus gewechselt ist, weil das notwendig war wenn er die polnische Königskrone haben wollte.
00:25:11: Polen war traditionell katholisch und das war eben eine Voraussetzung.
00:25:15: Ende des siebzehnten Hunderts gelingt es ihm, dass er quasi auch mit Gewalt die polnische Königsgrone an sich zieht aber um anerkannt zu werden muss er zum Katholizismus wechseln.
00:25:27: Das macht August der Starke und manche sagen das sei etwas was Karl XII ihm ja nicht verziehen habe.
00:25:35: wahrscheinlich sind aber eher so taktischere Überlegungen Denn das Ziel von Karl XII ist es ganz klar, dass er August den Starken vom polnischen Thron stützen möchte und hier einen polnischem König installieren möchte der Schweden freundlich ist.
00:25:53: Und wenn das aufgegangen wäre auch hier wieder konjunktiv Spekulation.
00:25:58: aber wenn das aufgegangen wäre dann hätte Schweden mit Finnland mit dem Baltikum mit einigen Besitzungen im heutigen Deutschland in Vorpommern und einem freundlich gesinnten polnisch-lidtauschen König, wie wirklich die komplette Dominanz in der Ostsee.
00:26:15: Dann wäre die schwedische Vorherrschaft unbestritten gewesen und die Macht wäre absolut zementiert gewesen.
00:26:23: Und das ist wahrscheinlich eher der Grund weshalb er eben nach Polen zieht – und in Polen einfällt!
00:26:30: Den Schweden gelingt es zunächst bei Duna, dass in der Nähe von Riga Also ein Fluss, also an dem auch Riga liegt.
00:26:37: Die sächsischen Truppen zu schlagen oder zum Rückzug bewegen.
00:26:42: Es gelingt ihm nicht einen großen oder vernichtenden Sieg zu erringen sondern er treibt quasi nur die Sachsen weg von der Dühner oder treibt sie in die Flucht.
00:26:51: Das heißt das sächssische Heer ist nicht irgendwie geschlagen und aufgelöst aber es gibt einen ersten Sieg.
00:26:59: Daraufhin zieht Karl XII weiter Richtung Süden und fällt eben dann in Polen ein.
00:27:04: In den kommenden Jahren zieht er mehr oder weniger durch das gesamte polnische Territorium.
00:27:11: Das ist eine Art Katzenmausspiel zwischen den polnisch-sexischen, vor allen Dingen den sächsischen Truppen und eben den schwedischen Truppen.
00:27:20: Also die Schweden nehmen verschiedene Städte ein relativ schnell Warschau später auch Krakau Also dann aber wieder Waschau verlassen hat, erobern die Sachsen erneut.
00:27:30: Waschau Schweden muss Waschau wieder zurückerobern.
00:27:33: Das heißt immer dort wo die Truppen quasi weiterziehen versucht die gegnerische Truppe wieder einzufallen und so ja verschieben sich die Machtverhältnisse ständig durchaus mit großen Siegen und großen Erfolgen für Karl XII.
00:27:47: Aber das dauert alles eben sehr sehr lange.
00:27:50: Er zieht teilweise bis in die heutige Ukraine, was damals eben auch zu Polen Littauen gehörte.
00:27:55: Er obert beispielsweise Limberg das heutige Leaf.
00:27:59: also er ist sehr erfolgreich durchaus und er ringt einen Sieg nach dem anderen.
00:28:04: aber es kostet ihn Zeit!
00:28:07: Und es gelingt ihm auch nicht dass gesamte Polen irgendwie zu befrieden oder da insgesamt für Stabilität oder so zu sorgen.
00:28:17: Es gibt mehrere Friedensangebote von August dem Starken, aber Karl XII lehnt immer ab.
00:28:23: Er will August den Starken stürzen!
00:28:26: Er will dass er den polnischen Thron verlässt und deswegen ist er nicht zufrieden mit irgendwelchen Friedens-Angeboten die beinhalten das August der Starke weiterhin polnische König sein oder bleiben dürfte sondern er sagt es kann nur ein Frieden geben wenn August den Thron verlässt.
00:28:45: Da ist natürlich August nicht will ins dem zuzustimmen und so geht der Krieg eben immer weiter.
00:28:51: Auch hier wieder, der Konjunktiv.
00:28:54: hätte Karl XII hier früher Frieden geschlossen und hätte er gesagt okay August ich habe dich zwar besiegt, ich war stärker aber du darfst auf dem polnischen Drohnsitzen bleiben dann hätte es sich schon wieder viel früher den Baltikum Estland Ingermann Land zuwenden können wo die russischen Truppen wieder neu formiert worden sind und in der Zwischenzeit mehrere Angriffe starten.
00:29:19: Die Ingemann-Land wird erobert, St.
00:29:21: Petersburg wird begonnen zu bauen und all das hätte Karl XII vielleicht verhindern können wenn er sich nicht so sehr in Poln ja verkämpft hätte, wenn er da nicht immer geblieben wäre um eben August den Stragen unbedingt zu stürzen.
00:29:37: aber auch hier es ist wieder nur der Konjunktiv.
00:29:40: Es ist Spekulation.
00:29:41: In den Sehntenhundert vier gelingt es Karl XII, dass er unter dem Schutz oder unter der Drohung schwedischer Truppen in Warschau und zwar gegen den Willen des polnischen Adels oder zumindest die Mehrheit des pol nischen Adeles das ein neuer Schwedenfreundlicher König gewählt wird.
00:29:59: Das ist Stanislav Leschinsky.
00:30:02: Es ist aber nicht so, dass gleichzeitig August der Starke irgendwie abtritt oder so, sondern es ist ein Gegenkönig quasi.
00:30:08: Es gibt dann zwei Könige und das macht das natürlich schwierig weil auch andere europäische Länder diesen neuen König nicht anerkennen, weil die August der starke nach wie vor auf dem Drohnsitz August der Stark ist sehr legitime König und dass andere dieser Leschinsky der neue schwedenfreundliche König den Karl XII hier installieren lässt ja das hat schon so'n bisschen Putschcharakter.
00:30:33: Trotzdem will Kader XII diesen König durchsetzen.
00:30:36: Er ist jetzt gewählt, aber er muss noch gekrönt werden.
00:30:39: Diese Krönung ist für den Stahlkirch von der Starke natürlich unbedingt verhindern.
00:30:47: Mit russischer Unterstützung stellte ein neues großes Heer auf.
00:30:52: Am einen dreißigsten Juli-Siebzehnhundertfünf trifft es bei Rakowitz in der Nähe von Warschau auf das fünfmal kleinere schwedische Heer und wird aber... vernichtend geschlagen.
00:31:04: Damit steht der Krönung des neuen polnischen Königs, des polnische Königs mehr oder weniger eine Marionette.
00:31:12: des schwedischen König ist nichts mehr im Wege.
00:31:16: Der neue König Stanislav Leschczynski schließt auch sofort mit Schweden Frieden.
00:31:21: damit ist Polen aus dem Krieg ausgeschieden.
00:31:25: Sachsen bleibt aber nach wie vor im Krieg.
00:31:33: Das ist den heutigen Belarusgelegen, um dort Augustin starken zu stellen.
00:31:38: Während ein anderes schwedisches Heer unter der Führung von Rehenhölz Richtung Sachsen zieht – also hier haben wir wieder zwei Fronten in dieser Zeit.
00:31:47: und dieser Kriegszug gegen die Sachsen, also unter Rehenhölde, der ist sehr erfolgreich!
00:31:53: Es kommt im Februar-Sechs zur Schlacht bei Fraustadt.
00:31:58: Und die wird für die Sachsen ein, ja man kann das gar nicht anders sagen, ein Fiasco.
00:32:04: Sie sind eigentlich doppelt so viele Soldaten zu Beginn der Schlacht und führen doppeltsoviele Soldaten ins Feld aber es fallen siebentausend fünfhundert sächsische Soldaten.
00:32:15: ebenso viele geraten in Gefangenschaften und das ist eine ja ein überwältigender Sieg und eine vernichtende Niederlage für die Sachsen.
00:32:24: kalte zwölfte kann durch diesen Sieg ins Kurfürstentum Sachsen direkt einfallen.
00:32:29: Das wird nicht mehr verteidigt, die Hauptarmee ist geschlagen und der kann eben einfallen nach Sachsen und er kann August den starken Sozum Frieden zwingen.
00:32:40: Im Alltranstädter Friedenschluss verzichtet August daraufhin auf immer – was es Zitat also auch immer auf dem polnischen Thron – verlässt also den polnischen Thron, wodurch der von Schweden abhängige polnische König Lesch Tinski nun der einzige König auf dem polnischen Thron ist.
00:32:59: Ja August der Starke verzichtet eben darauf nicht mehr König zu sein.
00:33:03: er wies nur noch in Anführungszeichen nur noch seksischer Landesfürst.
00:33:09: aber das is natürlich für August den Starken eine ganz klare Demütigung ein ganz großer Schritt zurück.
00:33:18: Es war schon so, dass mehrfach es schon vorgekommen ist, dass eine deutlich als zahlenmäßig deutlich kleinere schwedische Armee ein viel größeres Her sehr deutlich sehr vernichtend schlagen konnte.
00:33:32: Und es ist die Frage, warum ist das eigentlich so?
00:33:34: Warum sind die Schweden so erfolgreich.
00:33:36: Das hat ganz viel mit dem sogenannten Indelnikswerkett zu tun.
00:33:41: Das Indelnigswerkett ist ein System wie man quasi einen Heer ausheben kann und hier geht Schweden andere Wege als viele andere Staaten.
00:33:51: Jeder schwedische Lähen also jede Verwaltungseinheit in der Schweden muss one-tausend zweihundert Soldaten stellen mehrere Bauernhöfe, das sind meistens zwei bis fünf Bauernhöfe.
00:34:02: Die schließen sich zu einer sogenannten Route zusammen und jede Route ist verpflichtet einen Soldaten zu stellen.
00:34:10: oder einen Soldat selbst zu unterhalten kann man sagen Das ist meist der Sohn eines Bauern vielleicht eben nicht die erste Sohn sondern irgendwie der dritte oder vierte Sohn der sowieso keine Möglichkeit hätte den väterlichen Hof zu übernehmen oder es entknecht, oder irgend so jemand und der wird quasi Soldat dieser Route.
00:34:31: Dafür bekommt er ein kleines Haus gestellt.
00:34:34: das ist ein sogenannte Torb und wenn man schwedische Ortsnamen sich heute anschaut da enden viele kleinere Dörfer auf Torb Und die sind eben erwachsen aus einem kleinen Soldatenhof einem Torb.
00:34:49: Die Soldaten bekommen auch ein bisschen Saatgut, Zugewiesen und ein kleines Gehalt.
00:34:54: Das heißt sie werden von diesen zwei bis fünf Bauernhöfen versorgt und unterhalten.
00:35:00: Mehrfach pro Jahr, manchmal ist es sogar jede Woche trainieren die Soldaten zusammen mit ihren Vorgesetzten also die kennen Sie auch ganz persönlich.
00:35:10: zweimal pro Jahr geht das auf ein größeres Manöver.
00:35:12: währenddessen erhalten die Soldate eben ihr ja ihr Gehalt von der Route Und sie sind sozusagen dauerhaft im Dienst.
00:35:20: Das heißt, es ist schon so eine Art stehendes Heer nur die Bezahlung läuft nicht über den Staat sondern eben über die Bauern selbst also über die Bevölkerung selbst.
00:35:30: der große Vorteil Die Soldaten sind sehr geübt.
00:35:34: Sie kennen sich gegenseitig.
00:35:35: Sie können auch ihre Vorgesetzten Und außerdem muss das hier nicht irgendwie langwierig ausgehoben werden.
00:35:41: Also es muss nicht großartig angeworben werden, dann die Soldaten erst ausgebildet werden und das kann ja unglaublich lange dauern zu Beginn eines Krieges.
00:35:49: und das schwedische Heer ist vom ersten Tag an komplett einsatzfähig gut trainiert und eben mit auch guten Beziehungen untereinander beziehungsweise zwischen den Vorgesetzten, den Generellen, den Feldherren Hauptmannen usw.
00:36:02: sofort und den einfachen Soldaten.
00:36:05: Gerade in der Anfangszeit macht sich dieses System, das Ihnen nichts werkelt sehr bezahlt weil die schwedischen Truppen eben den anderen deutlich deutlich überlegen sind.
00:36:17: Es stößt irgendwann mal aber an gewisse Grenzen denn es können nicht unzählige neue Soldaten irgendwie rekrutiert werden und das heißt durch die Bevölkerungszahl und durch dieses rote System ist so ein gewisses Maximum gegeben, wo man sagt da wird es sehr schwierig neue Soldaten dann zu gewinnen.
00:36:38: Und je länger der Krieg dauert und die Größe, die Verluste auch auf schwedischer Seite sind und das so schwieriger wird es quasi immer wieder für einen Nachschub zu sorgen neue Soldatens zu rekrutieren.
00:36:48: Da stößt dieses System irgendwann mal eben auch ganz deutlich an seine Grenzen.
00:36:53: noch aber ist das nicht so?
00:36:55: Noch ist Karl
00:36:57: XII.,
00:36:57: der dominierende Faktor.
00:36:59: Er dominiert das Kriegsgeschehen.
00:37:01: Er feiert unzählige Siege, vor allen Dingen in Polen.
00:37:07: Mittlerweile ist Polen ausgeschieden, Sachsen ausgeschiedene Dänemark ausgesiedenen.
00:37:12: Karl XII kann sich jetzt also mit dem dritten Kriegstreiber oder Angreifer von Sitzhundert auseinandersetzen mit Russland.
00:37:21: Russland hat.
00:37:22: in der Zwischenzeit als Karl innerhalb mehrerer Jahre in Poln gekämpft hat oder gegen Polen und Sachsen gekäpft hat konnte Russland Ingermann-Land, Estland und Liefland noch nicht komplett erobern.
00:37:34: Also Ingerman Land konnte wirklich mehr oder weniger komplett erobert werden die anderen baltischen Regionen zumindest zu teilen.
00:37:41: Die Russen sind immer wieder eingefallen haben einige Festungen eingenommen Und da die schwedische Hauptarmee eben nicht dort war Sind nur einzelne kleinere Verbände schwedisch verbände zurückgeblieben und die konnten dieser russischen Übermacht auf Dauer nichts entgegensetzen.
00:37:59: St.
00:37:59: Petersburg ist bereits eine ansehnliche Festung geworden, die wird auch auf einer Insel die St.-Petersburg vorgelagert ist und damit sichert sich der Zahden Ostsee Zugang weil damit die Neva Mündung eigentlich kaum mehr einnehmbar ist.
00:38:17: es gibt diese vorgelagerte Festung und dann eben noch das staat befestigte St.
00:38:23: Petersburg also zwei große militärische Festungen die hier entstanden sind.
00:38:28: Es gibt einige schwedische Angriffe, die werden aber alle zurückgeschlagen.
00:38:33: Peter der Große lässt auch sofort eine große Flotte bauen und er will hier unbedingt quasi auch als Seemacht neue Geltungen bekommen.
00:38:42: Erneut lehnt Karl XII.
00:38:45: Friedensgespräche ab.
00:38:47: Der Tsar wäre wahrscheinlich damit zufrieden gewesen wenn er Ingermannland und eben Sankt Petersburg behalten hätte können.
00:38:53: dann hätte Estland, Liefland die hätten beide weiter schwedisch bleiben können.
00:38:57: Wahrscheinlich wäre es so ein Friedenschluss möglich gewesen.
00:39:02: aber das ist nicht Karl XII und hier sehen wir er ist zwar einen Traufgänger aber er hat kein Gespür dafür wann es vielleicht gut ist.
00:39:11: wenn man vielleicht eher sagen sollte okay jetzt ist Zeit für Frieden gekommen dass sieht er nicht.
00:39:17: er kämpft weiter er will Russland besiegen Und damit geht der große nordische Krieg in eine neue Phase.
00:39:27: Wir nähern uns der entscheidenden Kriegswende als Karl XII Richtung Russland und zunächst Richtung Moskau ziehen möchte.
00:39:37: Was diese Kriegsbände ist... wie dieser Russland-Feldzug weitergeht von Karl XII.
00:39:43: Das schauen wir uns dann in der nächsten Episode an, es gibt wirklich abenteuerlich weiter.
00:39:47: das Osmanische Reich kommt noch hinzu!
00:39:50: Es gibt wirkliche Abenteuermüten die hier entstehen.
00:39:55: Es wird Brandschatzungen geben.
00:39:57: viele schwedische Städte werden diesen Krieg noch sehr teuer bezahlen müssen.
00:40:02: aber all das dann in den nächsten Wochen.
00:40:05: Ich würde mich freuen, wenn du auch dann wieder dabei bist bei diesem zweiten Teil über den großen Nordischen Krieg.
00:40:12: Ich wünsche dir eine wunderschöne Frühlingswoche – hoffentlich auch mit Gedanken nicht immer nur an den Krieg sondern wo du dich mal auf anderes konzentrieren kannst!
00:40:22: In diesem Sinne hat es so braun!
Neuer Kommentar